Aus der Geschichte von Ahlimbsmühle

Die von Ahlimb waren ein Rittergeschlecht, dass seine Wurzeln in der Altmark hat. Schon vor 1250 Jahren sind sie, damals noch Ahlum geschrieben, im brandenburgischen Teil der Uckermark zu finden. Erst 1376 tauchen die Ahlimb hier als Lehnsbesitzer auf, als Kaiser Karl der IV, als Stadthalter der Mark Brandenburg, die in Poratz ansässigen Ritter Alem belehnte. 1416 bestätigte Friedrich von Hohenzollern, ein Jahr zuvor von Kaiser Sigismund zum Markgrafen gemacht, den Rittern Franz, Otto und Fritz von Ahlimb ihren Lehnbesitz. Weil das Land nach Urkundenlage wüst war, gingen die Ahlimb zur Weidewirtschaft auf ihren riesigen Ländereien über. Diese waren über 100 Quadratkilometer groß und schloss zeitweise sogar die große Werbellinsche Heide bis Joachimsthal ein. 1573 heiratete standesgemäß Hans von Ahlimb Margarete von Hohenstein und 1562 war die Eheschließung von Anna von Biegenbrow mit Valtin von Ahlimb.

Die Ahlimbs suchten andere Wege Besitz zu erhalten und zu mehren. 1589 machten sie Templin die Fischereirechte im Lübbe und Mellensee streitig. Sie stahlen, töteten und raubten. Die Gutsherrschaft hatte sich voll ausgeprägt. Mehr als 85 % des Bodens gehörte, einschließlich der Wälder, der Gutsherrschaft. 1677 wurde die Wassermühle, mit Gang in Ahlimbsmühle erbaut. Sie hatte aber fast kein Wasser, daher wurde sie nur zeitweise betrieben. 1734 hatte Ahlimbsmühle 6 Häuslinge, 1 Müller, einen Schneider, einen Schäfer, einen Hirt, 6 Knechte und 4 Mägde. Im Jahr 1740/41 ließen die Ahlimbs von einem italienischen Architekten in Ringenwalde ein Schloß bauen und einen barocken Park anlegen. 1745 kam noch eine Windmühle und ein Teerofen hinzu.

Keine 65 Jahre später scheint die männliche Linie ausgestorben zu sein, wahrscheinlich mit dem Jungen für den 1786 der Boitzenburger von Arnim als Vormund eingesetzt war. 1827 heiratete Louise von Ahlimb den Herren E.H.E. von Sadern, der 1830 auch Gutsherr in Ringenwalde wird. Ab der Zeit wurde über Jahrtzehnte hinweg sehr erfolgreich Brandwein hergestellt. 1840 hatte das Rittergut 8 Wohnhäuser und die Ahlimbsmühle. 1860 wurde es zum Dorf. Hinzu kamen 19 Wirtschaftsgebäude, insgesamt waren es 426 Morgen: 3 Morgen Gehöfte, 6 Morgen Gartenland, 321 Morgen Acker, 86 Morgen Wiese, 10 Morgen Weide und 1 Morgen Wald.

Dann aber ging es bergab in Ringenwalde. 1934 mussten Gut und Park (ausgenommen des Erbbegräbnis) an die Gesellschaft für innere Kolonisation verkauft werden, die es in zahlreiche Bauerngrundstücke aufsiedelte. Das Restgut von 1500 Morgen und die Ringenwalder Forsten riss sich 1939 Hermann Göhring unter den Nagel, der es in eine 1936 gegründete Stiftung Schorfheide einbrachte, ein Gebiet das mehr als 55000 Hektar umfasste.

1939 wurde Ahlimbsmühle in die Gemeinde Petersdorf eingemeindet, 1957 ein Ortsteil und 1961 wurde Ahlimbsmühle Ortsteil von Milmersdorf, eingekircht in Dargersdorf und 1910 nach Petersdorf umgepfarrt.

Folgende Einwohnerzahlen sind interessant, sie waren zu keiner Zeit über 100, so zum Beispiel 1734 50 Einwohner, 1817 63 Einwohner, 1925 55 Einwohner, im Jahr 2000 sind es noch ca. 10 Einwohner.

Das war unsere kleine Geschichtsstunde über den Kleinen Ort hier in Ahlimbsmühle. Weitere Geschichten erzählt Ihnen gern der Wirt des Gästehauses Ahlimbsmühle.

Lassen Sie hier Ihre Seele baumeln und erholen Sie sich gut.

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